Blog erstellen: In 9 einfachen Schritten zum eigenen Blog und was das kostet

Einen Blog erstellen ist nicht so kompliziert wie gedacht und kostet nur wenige Euro im Monat. Die beste Basis, um online Geld zu verdienen.

Ich wollte schon immer einen Blog erstellen und bereue höchstens, nicht schon früher mit dem Bloggen angefangen zu haben. Denn ein Blog ist mehr als einfach nur eine Seite, auf der regelmäßig neue Inhalte erscheinen. Es ist die Grundlage für jedes Online Business und kann damit die Basis für ein selbstbestimmtes Leben mit finanzieller, räumlicher und zeitlicher Freiheit sein. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du selbst einen Blog startest und damit den Grundstein für dein Online Business legen kannst.

Welche Blog-Software ist die richtige?

Wenn du einen Blog erstellen willst, hast du vielleicht schonmal von Wordpress gehört. Das ist ein richtige gute und kostenlose Open Source Software, mit der nahezu das halbe Internet heute läuft.

Allerdings gibt es auch alternative Lösungen, die je nach geplantem Geschäftsmodell auch sinnvoller sein können. In meinem Vergleich von Homepage Baukästen habe ich verschiedene Anbieter wie Jimdo, Wix oder Chimpify getestet. Ich selbst blogge in einem meiner Businesses aber z.B. auch mit dem Shopsystem Shopify.

Welche Plattform mehr oder weniger sinnvoll sein kann, hängt auch von deinen technischen Vorkenntnissen und deinem Vorhaben ab. Chimpify ist z.B. super, wenn du beispielsweise Coach oder Berater werden möchtest und es dein Ziel ist, Kunden und Kontakte zu generieren. Shopify ist meine erste Wahl, wenn es um E-Commerce geht, also primär Produkte verkauft werden sollen. In 95% aller Fälle empfehle ich aber Wordpress, um einen Blog zu erstellen. Wordpress ist einfach, flexibel und ist aus meiner Sicht die beste Software, um Erfolge mit einem Blog zu erzielen.

Die Software selbst ist außerdem kostenlos unter wordpress.org. Kosten entstehen durch Hosting, eine Domain und ggf. kostenpflichtige Plugins und Tools, um Sonderanforderungen umzusetzen. Wordpress bietet übrigens auch selbst eine kostenpflichtige Komplett-Version inkl. Hosting unter wordpress.com an. Das Hosting wäre in dem Fall allerdings nicht in Deutschland und insgesamt wärst du weniger flexibel. Deshalb zeige ich dir in diesem Beitrag, wie du mit dem kostenlosen Wordpress möglichst unkompliziert und günstig einen Blog erstellen kannst. Ich selbst würde es auch so immer wieder machen! Auch dieser Blog hier läuft übrigens auf Wordpress und mit dem vorgestellten Setup!

Wie kann ich mit einem Blog Geld verdienen?

Worum geht soll es auf auf deinem Blog gehen? Bevor es an die technische Umsetzung geht, sollte das grobe Thema und die Zielgruppe schon möglichst klar sein. Dieser Blog hier richtet sich z.B. an alle, die ein Online Business aufbauen wollen und bereit sind, vor allem regelmäßig Zeit zu investieren. Falls du einen Blog als Hobby oder rein privat nutzen willst, sind die folgenden Zeilen nicht ganz so relevant.

Neben der technischen Basis eines Blogs gehört ebenso dazu, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Wenn du mit deinem Blog Geld verdienen und unabhängig werden möchtest, dann ist es wichtig, ab Tag 1 auch die richtigen Dinge zu tun. Dazu gehört auch, das Blog Thema möglichst gut und knackig abzustecken. Das hat vor allem zwei wichtige Gründe:

  1. Ein Blog verkauft thematisch passende Produkte oder Dienstleistungen (von Dritten oder deine eigenen)
  2. Ein Blog findet passende Kunden über Suchanfragen (Google)

Was ein Blog verkaufen kann

Produkte können Dienstleistungen, Software, physische Produkte oder alles sein, wofür Leser bereit sind Geld zu bezahlen. Deine Aufgabe als Blogger ist es, Vertrauen zu schaffen und als Vermittler vom Kauf zu profitieren. Produkte kannst du selbst verkaufen, in dem z.B. eigene Dienstleistungen oder eigene Produkte anbietest (z.B. Online Yogastunden, Coachings, Kochbücher, etc.). Du könntest du aber auch Produkte emfephlen, die deine Leser bei Dritten kaufen und du lediglich eine Vermittlungsprovision dafür bekommst. Das Geschäftsmodell heisst das Affiliate Marketing und ist besonders attraktiv, weil du keinen Aufwand mit den Produkten selbst hast. Eine dritte Option könnte auch klassische Werbung sein.

Potentielle Kunden, die ein Blog akquirieren kann

Ok, das mit den Produkten ist noch der einfachere Teil. Die die wichtigere Frage ist, wie Kunden auf deinen Blog kommen. Die Antwort: in mindesten 95% aller Blogger dürfte das über Google (und andere Suchmaschinen) kommen. Deshalb ist es so wichtig, ab Tag 1 auf SEO (Search Engine Optimization | auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung) zu achten.

Das Thema eines Blogs muss nicht nur für Leser, sondern vor allem für Google klar sein. Wenn du beispielsweise über Heimtiere und entsprechendes Zubehör schreibst, wirst Google dich nicht für Reisedestinationen ranken. Hier sind ein paar Ideen, worüber du bloggen könntest:

  • Hunde und Katzen
  • Reisen in Europa
  • Gesunde Ernährung
  • Fitness
  • Technik & Gadgets
  • Fotografie
  • Online Business & Selbständigkeit (darum geht es z.B. hier auf LSWW.de)

Je spezifischer ein Blog-Thema, desto besser. In meinem Beispiel hier ist die Zielgruppe Menschen in Deutschland, die mit einem Online Business selbständig werden wollen, um finanziel, räumlich und zeitlich unabhängig zu werden. Meine Zielgruppe ist dabei klar abgesteckt: Deutschland, Online, selbständig Geld verdienen. Dafür teste ich z.B. Tools oder Angebote für bestimmte Zwecke (z.B. Geschäftskonto-Vergleich oder ich erkläre, wie z.B. die Designsoftware Canva im Detail funktioniert). Ich schreibe über Business Grundlagen (z.B. über Unternehmensformen oder Kosten für einen Steuerberater), und erstelle Anleitungen / HowTos (z.B. wie man sich selbständig macht).

Dieses Schema lässt sich auch auf alle andere Themen anwenden. Wichtig ist, dass du eine Expertise mitbringst und authentisch schreiben kannst, und damit eine gewissen Authorität im Internet werden kannst (für Google und für Leser). Ich selbst bin seit 2011 Vollzeit-Online-Unternehmer und habe bereits mehrere Online Businesses gegründet und aufgebaut. Meine Expertise kommt also aus meiner eigenen Praxis. Damit wird auch schnell klar, was du brauchst, um einen langfristig erfolgreichen Blog zu erstellen:

  • Passion für ein Thema (Expertise aus Erfahrungen).
  • Authentizität, mit der du eine Marke für ein Thema in einer Zielgruppe aufbaust.
  • Besucher, die mit der Zeit über SEO (Google) deinen Blog finden .
  • Ein Geschäftsmodell, mit dem (später) aus den Besuchern Einkommen entsteht.

So viel zu den Business Grundlagen. Jetzt geht es an die technische Umsetzung.

Wie kann ich einen Blog erstellen?

Ich bin großer Fan von Wordpress. Deshalb zeige ich dir im Folgenden, wie du mit Wordpress einen Blog erstellen kannst. Falls du dich später für ein anderes System entscheiden solltest, kannst du auch jederzeit mit mehr oder weniger Aufwand wechseln. Das habe ich auch selbst auch schon diverse Male gemacht 😉

Du brauchst

  1. einen Wordpress Hoster
  2. ein Wordpress Theme
  3. eine Domain für deinen Blog
  4. ein Wordpress-Theme
  5. wichtige Plugins

Los geht´s.

Schritt 1: Wordpress Hoster wählen

Wordpress Hosting Anbieter stellen dir Server (und meist auch eine Domain) zur Verfügung, auf denen deine Wordpress Seite läuft. Meine Empfehlung ist es darauf zu achten, dass die Server und der Hoster in dem Land sitzen, in dem du deine Zielgruppe erreichen willst.

Günstige Angebote bieten in der Regel ein sog. Shared Hosting an, bei dem Ressourcen (wie Serverleistung) mit anderen Websites geteilt wird. Besser ist ein sog. Managed Hosting, bei dem alles auf deine Website abgestimmt wird und die Leistung (Ladezeit) deutlich besser ist. Das kann bereits ein entscheidender Faktor sein, wenn es um Ladenzeiten und SEO Erfolge (und damit Geschäftserfolge) geht. Wenn du in Deutschland für Deutschland (oder zumindest auf Deutsch) bloggen willst, könntest du beispielweise zwischen diesen Anbietern wählen (die alle in Deutschland hosten):

  • Raidboxes
  • Kinsta (nicht aus DE, aber Server in Frankfurt)
  • Webgo
  • AllInkl
  • 1&1
  • Strato
  • Hetzner
  • Alfahosting

Die Preise schwanken von rund 8€ / Monat bis zu mehreren hundert Euro / Monat (für sehr große Websites mit vielen Besuchern). Wie teuer das Hosting sein wird, hängt von den Bedürfnissen ab. Das beste Managed Hosting gibt es aus meiner Sicht bei Raidboxes aus Münster (wo ich ebenfalls diese Blog und andere hoste). Raidboxes ist

  • schnell, sehr schnell!
  • bietet persönlichen und schnellen Support per Chat
  • hat eine moderne, schöne Benutzeroberfläche, und
  • ist klimapositiv! Jede Website pflanzt einen neuen Baum.

Da ich mit meinem Blog ein Business betreiben möchte, bin ich bereit, dafür 18€ im Monat für eine Managed Hosting Lösung zu bezahlen.

Wenn du die 18€ / Monat nicht investieren möchtest, kannst du mit einfacheren (und langsameren Shared Hosting Lösungen) starten. Das kann zum Start auch reichen, ist aber spätestens nicht mehr zu empfehlen, sobald dein Blog etwas Fahrt aufgenommen hat.

Auch Raidboxes bietet mit dem Tarif MINI eine 12€ / Monat Shared Hosting Alternative. Dafür bekommst weniger Rechenpower zugewiesen und erstmal nur 2GB Speicher, und kannst auf die täglichen automatischen Backups der letzten 7 Tage zurückgreifen. Einige andere Anbieter wie Webgo bieten z.B. 6 Monate kostenlos und 7,95€ / Monat im Einstieg an, und du bekommst dafür doppelt so viel Rechenpower und 10x soviel Speicherplatz. Wenn du damit aber bei Raidboxes angefängst, ist ein späteres Upgrade hier unkompliziert auf Knopfdruck machbar. Du kannst aber auch später von einem anderen Hoster jederzeit hierhin wechseln.

Mein Tipp: Verliere dich nicht in Detail-Vergleichen was Speicherplatz, Rechenpower und sonstige Features angeht, nur um vielleicht 5€ / Monat zu sparen. Aus meiner Sicht sind einfache Bedienbarkeit und ein super Support wertvoller, als ein paar wenige Euro zu sparen. Und wenn du erstmal hunderte oder tausende Euro im Monat verdienst, relativiert sich das ganze schnell.

Das Grundprinzip funktioniert bei allen Wordpress-Hostern gleich. Wordpress kann meist in einer 1-Klick-Installtion über die Oberfläche des Hosters installiert werden. Im Folgenden zeige ich dir, wie du bei Raidboxes einen Blog erstellen kannst.

Schritt 2: Registrieren und neue Box anlegen

Um bei Raidboxes einen Wordpress Blog zu erstellen, benötigst du eine sogenannte „Box“. Klicke nach der Registrierung auf „neue Box erstellen“, wähle einen Wunsch-Tarif und hinterlege direkt deinen gewünschten Blog-Titel, dein Admin-Zugang (User) und erstelle ein Passwort:

Blog erstellen geht bei Raidboxes mit nur einem Klick

Die Box wird anschliessend erstellt und Wordpress in der aktuellen Version installiert. Zeit für ein kühles Getränk. Es dauert etwa eine Minute, bis dein Blog erstellt wurde.

Der Blog wird erstellt

Schritt 3: Login in deinem Wordpress-Blog

Sobald die Installtion abgeschlossen ist, gelangst du in das Dashboard deines Blogs bei Raidboxes. Hier kannst du bereits das wichtigste auf einen Blick sehen, wie deine temporäre Blog-URL (in dem Beispiel bdas5.myraidboxes.de). Diese kann dann im nächsten Schritt durch die eigene Domain ersetzt werden.

Falls du deine Seite sperren möchtest, sodass niemand ausser dir die Inhalte sehen kann, kannst du unter Website-Zugriff noch einen Passwortschutz aktivieren. Bei ganz frischen Blogs ist das aber egal, weil die Seite ganz zu Beginn ohnehin nicht im Google Index zu finden sein wird.

Ansonsten geht es ganz oben weiter unter zum WP-Login. Hier kommst du dann zum ersten Mal in deinen neu erstellten Blog. Alternativ kannst du einem neuen Fenster (oder Tab) deine temporäre Website-URL eingeben und dahinter ein /wp-admin schreiben.

Blog erstellen mit Raidboxes

Logge dich in deiner Wordpress Installation mit deinem eben erstellen Nutzernamen und Passwort ein. Und zack, willkommen in deinem Blog! Hier wirst du künftig jede Menge Zeit verbringen, Blogartikel schreiben und diese von Zeit zu Zeit aktualisieren.

Schritt 4: Domain kaufen und/oder verknüpfen

Zum Blog erstellen gehört auch eine Domain zu kaufen und einzurichten. Eine Domain ist die Adresse deines Blogs, über die Google und künftige Leser die Seite erreichen können. Die Domain dieses Blogs heißt z.B. lsww.de.

Domains kannst du bei vielen Anbietern wie allink.de, checkdomain.de, strato.de, usw. kaufen und auch dort verwalten. Falls du irgendwo also schon eine Domain hast, kannst du diese einfach mit deiner Wordpress-Box bei Raidboxes „verbinden“. Dazu sind zwei Schritte erforderlich:

1. einen DNS Eintrag als A-Record bei deinem Domainanbieter auf die bei Raidboxes angegebene Box-IP setzen (steht in deinem Dashboard bei Raidboxes, in meinem Beispiel: 159.69.47.234). Klingt technisch, ist aber einfach und unkompliziert. Lass dir ggf. vom Domainanbieter kurz dabei helfen.

2. Die angezeigte Domain bei Raidboxes ändern. Einfach auf das Bearbeiten-Symbol klicken und die Domain eintragen, für die du die DNS Einstellungen gerade geändert hast. Wichtig: DNS Änderungen können manchmal etwas länger dauern (Minuten oder in seltenen Fällen auch Stunden).

Wenn du noch keine Domain besitzt, kannst du diese übrigens auch direkt bei Raidboxes kaufen. Eine .de Domain kostet 1€ / Monat und ist damit preislich marktüblich (vielleicht sparst du woanders nochmal 20 Cent pro Monat).

Meine Tipps für einen Domainnamen:

  • möglichst kurz
  • möglichst eine .de Domain (für Deutschland) – das mag Google lieber, aber auch .com, .net. und .org sind ok.
  • möglichst sprechend (kann man sich besser merken)
  • keine Umlaute oder Sonderzeichen (dazu gehört auch ß)
  • bei mehreren Worten immer mit einem Minus (-) verbinden, nicht mit einem Unterstrich, etc.
  • Nicht verrückt machen, wenn deine Wunsch-Domain nicht mehr verfügbar ist! Mit der Zeit kann jede Domain zu einer Marke werden.

Weiterleitung einrichten

www.lsww.de und lsww.de sind zwei unterschiedliche Domains. Damit die eine auf die andere Variante weiterleitet, solltest du bei Weiterleitung die Domain hinterlegen, die nicht aktiv verwendet werden soll. In meinem Fall leite ich z.B. www.lsww.de auf lsww.de weiter. Egal, welche davon im Browser eingeben wird, am Ende wird immer https://lsww.de angezeigt (ohne www).

Blog erstellen: DNS Eintrag einrichten

SSL-Zertifikat

Dieser Schritt erfolgt bei Raidboxes automatisch. Sobald du deine neue Domain hinterlegt hast, erstellt Raidboxes im Hintergrund ein SSL Zertifikat. Damit ist die Verbindung zwischen deinem Blog und dem Browser des Nutzers immer verschlüsselt. Das erkennst du an dem https:// vor deiner Domain. Das „s“ zeigt die Verschlüsselung an.

Wenn du dich für deinen anderen Anbieter entscheidest, achte darauf, dass du dort eine SSL-Option hast und diese auch aktiviert ist. Diese Funktion sollte überall kostenlos zur Verfügung stehen.

Schritt 5: Theme auswählen und Design anpassen

Bevor du deinen ersten Blogpost schreibst, empfehle ich zuerst einen Blick auf das Design & Layout deines Blog zu werfen. Gehe dazu auf Design -> Themes und wähle ein Theme, was dir zusagt. Wordpress bietet ein paar schöne Standard-Themes an.

Wenn du etwas individuelleres möchtest, achte unbedingt darauf, dass du Themes oder Theme-Frameworks kaufst, die schön flott sind und gleichzeitig (möglichst nur) die Funktionen bieten, die du brauchst. Es gibt Theme-Plattformen wie ThemeForest, auf denen leider alles mögliche verkauft wird. Meist sieht das auf Dargestellten Demo-Seite schön aus, entpuppt sich aber nicht selten als Performance-Bremse oder gar Sichtheitsproblem! Meine Theme-Empfehlungen in Sachen Modernität, Funktionalität und Performance sind

GeneratePress gibt es auch in einer kostenlosen Version. Die Premium Version kostet 59 USD pro Jahr. Behalte immer im Hinterkopf behalten, dass dein Blog ein Business werden soll und damit auch ein kleines Investement gerechtfertig sein sollte. Wenn du sehr flexibel sein willst und deine Wordpress Seite mehr als Homepage-Baukasten bedienen möchtest, sind das beliebte Themes / Frameworks:

Bei diesen Frameworks bekommst du zwar die volle Gestaltungsfreiheit, wirst aber auch schnell merken, dass die Ladegeschwindigkeit nachlassen wird. Ich empfehle daher genau zu überlegen, was du brauchst und was nicht. Nur, weil alles geht, bedeutet das nicht, dass man auch alles nutzen muss. Generell ist die Welt rund um Wordpress-Themes sehr sehr umfangreich. Schlank zu starten kann nicht schaden!

Nachdem du dich für dein Theme entschieden hast und dieses installiert ist, kannst du in deinem Wordpress-Dasboard links unter Design -> Customizer erste Änderungen vornehmen, z.B. ein Logo hochladen, ein Navigationsmenü anlegen, usw.

Schritt 6: Wichtige Plugins installieren

Mit dem Ziel, wirklich nur das zu nutzen, was zum Start erforderlich ist, gibt es noch zwei weitere Emfephlungen von mir:

  1. SEO Plugin
  2. Cookie Banner Plugin

SEO Plugin

Ein SEO Plugin hilft dir, deine Texte ab Tag 1 besser zu schreiben, nämlich so, dass nicht nur deine Leser deinen Artikel gut verstehen, sondern auch Google. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein fortlaufender Prozess. Je früher du dich Basics drin hast, desto schneller wirst du Erfolge (Traffic) sehen. Empfehlenswerte SEO Plugins sind beispielsweise

Beide Plugins sind auch in einer kostenlosen Version verfügbar, haben aber auch eine Pro-Version. Zum Start reicht die kostenlose Version aber aus!

Cookie Consent Banner

Wenn du deinen Blog in Deutschland betreibst, musst du dich auch an das Datenschutzgesetz halten. Im Wesentlichen bedeutet das für Blogger, dass du keine personenbezogenen Daten verarbeitest oder weitergibst, wenn dies technisch nicht erforderlich ist oder der Kunde zugestimmt hat (in einem Banner soll er seine Zustimmung (engl. Consent) geben. Da auch die IP Adresse bereits eine personenbezogene Information ist und diese von vielen Tools verwendet wird, muss an der Stelle die Einwilligung für Nutzer eingeholt werden (z.B. auch für den VG Wort Pixel). Für Wordpress eigenen sich z.B. die Angebote von

Auch hier sind jeweils ein paar Euro / Monat, aber darum kommst du leider nicht drum herum! Borlabs kostet z.B. 39€ / Jahr und ist preislich damit recht günstig.

Schritt 7: Bei der Google Search Console anmelden

Der Schritt ist optional, aber empfehlenswert. Die Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google und die ideale Schittstelle zwischen einem Blog und dem Google Suchindex. Besonders neue Blogs (die für Google noch unbekannt sind), können hiervon profitieren, da neue Blogposts und andere Seiten schneller im Google Index landen können. Außerdem gibt die Search Console Rückmeldung, wenn es technische Fehler auf deiner Seite gibt (die du dann beheben kannst). Melde dich einfach unter https://search.google.com/search-console an und hinterlege deine Domain, auf der dein Blog läuft. Die Verifizierung erfolgt i.d.R. wieder über einen DNS Eintrag (kontaktiere hierfür ggf. erneut einen Domain-Hoster). Anschliessend kannst du dort deine neue Blogbeiträge nach und nach einrichen:

Schritt 8: Seiten für Datenschutz und Impressum einrichten

Beides sind gesetzlich erforderliche Seiten. Wenn dein Blog live geht, richte zunächst eine Seite für dein Impressum und die Datenschutzbestimmungen ein. Wenn du Vorlagen suchst, findest du zu beidem recht viele Angebote und Infos bei Google.

Schritt 9: Schreibe deinen ersten Blogartikel

Dein Blog wurde erstellt, das Design steht – Zeit für den ersten Blogarikel. Gehe dazu im Wordpress Dashboard links auf Beiträge -> Erstellen.

Wordpress funktioniert mit sog. Blocks. Ein Blogbeitrag ist also eine Zusammenreihung von Blöcken mit bestimmen Inhalten. Diese können z.B. sein:

  • Absatz (ganz normaler Text)
  • Überschrift
  • Liste (so wie diese hier)
  • Tabelle
  • Spalten
  • Bilder
  • usw.

Einen Block kannst in deinem Blogpost über das „+“ im Textbereich hinzufügen. Wenn du „alle anzeigen“ anklickst, siehst du links alle Möglichkeiten. Über GenerateBlocks können diese Blocks noch erweitert werden.

Auf diese Weise kannst du nach und nach deinen ersten Blogbeitrag aufbauen. Wenn inhaltlich alles steht, kannst du rechts noch ein paar Anpassungen dazu vornehmen:

  • Permalink (die URL deines Blogs, z.B. /blog-erstellen/ in diesem Beitrag hier)
  • Beitragsbild & Textauszug (wird je nach Theme dann z.B. in einer Übersicht verwendet)

Was kostet es, einen Blog zu erstellen?

Die Kosten sind überschaubar, aber ganz kostenlos geht es nicht. Hier nochmal kurz zusammengefasst, was ein Blog etwa pro Monat kostet:

  • Wordpress: kostenlos
  • Hosting: Managed Hosting ab 18€ / Monat bei Raidboxes, Shared Hosting gibt es ab ca. 8€ / Monat). SSL Zertifikat ist inklusive.
  • Theme: Kostenlos. Das Profi-Themes GeneratePress kostet rund 4,50€ / Monat
  • Domain: ca. 1€ / Monat (für eine .de Domain)
  • SEO Plugin: kostenlos
  • Cookie Banner: 3,25€ / Monat bei Borlabs (günstiger Preis)

Das vorgestellte Setup eignet sich durchaus, um damit einen professionellen Blog zu betreiben, aus dem auch später ein Business erwachsen kann. Mit max. 25€ / Monat lässt sich also schon durchaus ein Blogbusiness aufbauen.

Der größte Kostenfaktor ist das Hosting. Wenn du auf ein Managed Hosting setzen willst (super schnell!), dann bist du mit Raidboxes schon sehr gut bedient (auch preislich günstig im Vergleich). Ein Shared Hosting gibt es dort zwar auch für 12€/Monat, ist aber woanders noch günstiger.

Mein Fazit

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, ein Online Business zu starten und Bloggen zu einem wichtigen Marketing Kanal werden soll, dann solltest du unbedingt einen Blog erstellen. Wordpress ist hierfür eine super Software und Hoster wie Raidboxes machen es wirklich einfach!

Wenn Bloggen nicht dein Ding ist, aber du dennoch eine Website benötigst, dann könnte ein klassischer Homepage Baukasten eher deins sein. Die Kosten hierfür sind vergleichbar oder meist etwas günstiger. Dafür bekommst du dort teilweise garkeine Blogging-Funktion! Um Online Geld zu verdienen, kommt man aus meiner Sicht um einen Blog kaum herum!

Wenn der Blog steht, beschäftige dich unbedingt im nächsten Schritt mit SEO. Die richtigen Keywords zu finden und Texte nicht nur für Leser, sondern auch für Google zu schreiben, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor! Es gibt auch kostenlose Keyword Tools.

Ein Blog kann man auch nicht früh genug erstellen. Der Aufbau von Authorität bei Google und das Schreiben von Inhalten ist Zeitintensiv. Da kaum jemand von Tag 1 an zum Vollzeit-Blogger wird, sollte die Vorlaufzeit berücksichtigt werden.

Einen Blog erstellen ist auch nur der erste Schritt. Viel wichtiger ist es, dran zu bleiben. Nach der Keyword Recherche empfehle ich auch eine Themenliste / Redaktionsplan zu haben, der nach und nach abgearbeitet wird. Bloggen ist ein Job! Zumindest, wenn du früher oder später damit Geld verdienen willst. Wenn du mal eine Schreibblockade hast oder kreative Unterstützung benötigst, dann könntest du z.B. auch Texte umschreiben oder neu schreiben mit Hilfe von AI Tools.

Viel Spaß mit deinem Blog und willkommen in der Welt der Blogger!

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Christian ist Gründer von lsww.de. Seit 2011 baut er Online Unternehmen wie fastbill.com, happycoffee.org, meerdavon.com oder diesen Blog hier auf, und teilt hier seine Erfahrungen aus dem Alltag als Online Unternehmer. Immer Remote und manchmal auf Reisen, idealerweise von dort, wo es Wellen zum Surfen gibt ✌️

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